Frankreich denkt und fühlt sich manchmal wie eine Weltmacht! Auch am G-20-Gipfel im September will der Staatschef eine Wachstumsrevolution einleiten. Das mutet zunächst befremdend an. Was soll denn eine Wachstumsrevolution sein? Das Wachstum soll nicht nur am Bruttoinlandsprodukt bemessen werden, sondern auch an anderen Faktoren. Dazu zählen zum Beispiel das Glück, die Sozialleistungen als auch der Umweltschutz. Ob sich diese Ideen durchsetzen werden, das werden die anderen Länder entscheiden.
Frankreich ist in der Tat nicht so hart von der Krise getroffen worden wie zum Beispiel Deutschland. Das liegt zum großen Teil daran, dass in Frankreich die Wirtschaft stärker zentralistisch gesteuert wird. Der Staat hat einen größeren Einfluss und kann daher eine – anscheinend – bessere Regulierung gewährleisten. Auf jeden Fall ist zu hören, dass Frankreichs Konjunkturprogramm sehr erfolgreich sind. Auch der Konsum ist stabil, genauso wie das BIP. Vom Nachbar kann man sich also etwas abgucken!
Frankreichs Regierung ist umsichtig vorgegangen, als die Krise ihren Höhepunkt erreicht hat. Auf jeden Fall steht unser Nachbarland besser da als wir. Was die Pläne Frankreichs anbelangt, so ist die Abschaffung der Gewerbesteuer in Sicht. Zum anderen Plant der französische Präsident Staatsanleihen für Zukunftsinvestitionen aufzulegen. Diese sollen bis zu 100 Milliarden Euro gehen. Ob diese Politik aber von Erfolg gekrönt sein wird, ist zweifelhaft.